Herbert Schmidt

Die Firma Herbert Schmidt Waffentechnik in Ostheim an der Rhön, wurde 1919 in Zella-Mehlis gegründet. Es wurden anfänglich Schrotflinten und später auch Revolver und Pistolen hergestellt. Ab 1950 wurden dann Schreckschuss- und Gaswaffen entwickelt und gebaut. Gegen Mitte 1990 wurde die Firma geschlossen.

 

Herbert Schmidt hat doch einige Modelle angeboten, von der HS 1 bis zur HS 4. Bei dem Modell 1 handelt es sich um einen Start-Revolver, hier gibt es noch das Modell 1a, ein Gas-Revolver, beide im kleinen Kaliber 6 mm Flobert. Bei dem Modell 2 handelt es sich um eine einschüssige Start-Pistole, ähnlich der Form der HS 4. Auch mit dem Modell 3 wurde eine kleine einschüssige Start-Pistole, auch wieder im Kaliber 6 mm Flobert, auf den Markt gebracht, die mit dem Mariette-Verschluss ausgestattet ist.

 

 

HS, Modell 4

 

Auch Herbert Schmidt brachte seine Version der Verschlusslosen, in den 1950er Jahren, als Modell 4 im Kaliber 8 mm Lacrimae auf den Markt. Derzeit ist mir nur dieses Modell in brünierter Ausführung ohne weitere Versionen bekannt. Diese Pistole konnte keine Signalsterne verschießen. Ob es zu diesem Modell eine entsprechende Vorrichtung gab ist mir nicht bekannt, bisher habe ich keine Hinweise gefunden.

 

Diese Pistole unterscheidet sich doch von den anderen Konstruktionen, der ASS, Mod. 33 und Wadie, Mod. I u. II. So hat sie einen außenliegenden Schlaghebel, sowie die Möglichkeit von SA und DA (Single Action und Double Action). Wobei zu sagen ist, dass es einen hohen Kraftaufwand benötigt, den Schlaghebel von Hand zu spannen. Hier geht der Spannabzug doch um einiges leichter.

 

War er der letzte im Bunde der Verschlusslosen? Nein, auch heute noch wird in Russland dieses System benutzt.

 

 

zu den Modellen:

Modell 1, Start-Revolver, 6 mm Flobert Platz

Modell 4, verschlusslose Pistole, 8 mm Lacrimae