Württemberg-Hohenzollern

(ehemalige französische Besatzungszone)

 

Die ehemaligen Reichsländer, die durch die Alliierten Siegermächte neu formiert wurden, Württemberg-Hohenzollern, Baden (franz. besetzt) und Württemberg-Baden (amerik. besetzt), wurden im Jahre 1952 zu dem Bundesland Baden-Württemberg der jungen Bundesrepublik Deutschland verbunden. Im Internet gibt es zur Gründung Interessantes zu lesen.

 

Hier habe ich Abzeichen der ehemaligen Landespolizei Württemberg-Hohenzollern. Das Hoheitsabzeichen wurde am linken oberen Ärmel der Uniformjacke getragen, das Dienstgradabzeichen mit der Spitze nach oben, wurde am linken unteren Ärmel der Uniformjacke getragen.

 

Bild 1, Hoheitsabzeichen der Landespolizei     Bild 2, Dienstgradabzeichen Polizeiwachtmeister

 

 

Dienstwaffe

Die Polizei des Landes Württemberg-Hohenzollern hatte als Dienstwaffe eine Pistole der Firma MAB geführt (Manufacture d’Armes de Bayonne, mit Sitz in Frankreich). Hierbei handelte es sich um das Modell D im Kaliber 7,65 mm Browning, ein solches Modell zeigen die folgenden Bilder.

Bild 3, Pistole der Firma MAB                                                                                                                         Bild 4, Polizeipistole Modell D

 

 

Wer hat jetzt diese Pistole geführt?

Auf der rechten Rahmenseite, unter dem Verschluss kann man die vor der Seriennummer gesetzten Buchstaben sehen, es handelt sich hier um „DP“, was für „Deutsche Polizei“ steht. Die Auslieferung mit dieser Stempelung ging an ehemalige franz. Besetzte Länder, hierzu zählten auch das Saarland und Rheinland-Pfalz.

 

Die hier aufgeführte Pistole wurde über einen Händler in Rheinland-Pfalz erworben. Der Händler selbst kaufte mehrere dieser Modelle von einer Bank (dort stand die Pistole im Dienst des Personenschutzes des Vorstandes), die wiederum diese Pistolen von der Polizei Rheinland-Pfalz erworben hatte.

 

Die Polizei Rheinland-Pfalz hatte zu diesem Zeitpunkt, wie viele andere Länder auch, verschiedene Waffen geführt. Die Ausmusterung dieser Waffen lief zugunsten der Modelle PP und PPK der Firma Walther ab Anfang der 1970er Jahre.

 


Reinigungsset

Zur Mann-Ausstattung gehörte auch ein Reinigungsset zu diesen Pistolen. Es besteht aus einem Holzkästchen mit entsprechenden Vertiefungen in denen sich eine Reinigungskette, ein Fläschchen mit Waffen-Öl, eine Öl-Bürste, Werg und ein Wischtuch befinden. In dem Kästchen ist noch eine Nut eingefräst, in die der Deckel eingeschoben wird.

 

Das Kästchen hat eine Breite von 14,7 cm, eine Tiefe von 7,8 cm und eine Höhe von 2,5 cm. Wie auf dem Bild zu sehen ist, befindet sich der Eigentumsstempel auf dem Deckel, die Schrift ist eingepresst und geschwärzt. Die Fräsungen/Aussparungen und das Kästchen sind sauber gefertigt.

       Bild 5, Reinigungsset für die Dienstpistole MAB, Mod. D im Kaliber 7,65 mm Browning