EM-GE, Modell 5

Pistole EM-GE, Modell 5, Derringer

       Bild 1.0, ein weiteres 2-schüssiges Modell

 

Die nächste Pistole dasselbe Kaliber

Bei dieser Pistole handelt es sich um eine 2-schüssige Kipplaufpistole, diese Kategorie fällt umgangssprachlich unter die Bezeichnung Derringer. Bei dem Kaliber handelt es sich um die Patrone .320 Knall und Gas, es kann allerdings nur die kurze Version geladen werden. Die Pistole ist brüniert und beide Laufbohrungen lassen zu, dass man mit dieser Pistole auch Signalsterne im Kaliber 9 mm verschießen kann. Die Form ähnelt doch sehr der Modelle 2 und 2a. Eine interessante und sauber gefertigte Konstruktion, dieses Prinzip wird in späteren Modellen wieder aufgegriffen werden.

 

Auf der linken Seite ist das Kaliber angegeben und rechts der Hersteller und die Modellbezeichnung. In die Griffschalen hat man bisher immer ein rundes Emblem mit dem Logo EM-GE eingesetzt, was hier beibehalten wurde. Zum Öffnen des Laufblockes muss ein runder Metallknopf nach hinten geschoben werden, was mit einem Pfeil der nach hinten zeigt optisch unterstützt wird. Der Lauf ist ohne Sperre, was aber werksmäßig so hergestellt wurde. Es lassen sich dennoch keine scharfen Patronen verladen, da die Bohrungen ein Geschoss nicht durchlassen. Ja, augenscheinlich wurden drei Bohrungen im Dreieck angesetzt, die zwar den größten Teil ausgebohrt haben aber eben dadurch verhindern, dass man scharfe Patronen verladen kann. Da es Belege von der damaligen Werbung gibt, in der der Preis dieser Pistole mit Reichsmark angegeben wurde, lässt sich eigentlich schwer sagen, wann diese Pistole in Umlauf kam. Die Reichsmark hatte ja noch eine Gültigkeit bis 1948. Diese Pistole ist aber vor 1939 in den Handel gekommen. Die Alliierte Militärregierung hatte zunächst nach dem Ende des Krieges die Waffenherstellung verboten. Was aber ab 1949 mit Gründung der BRD bis ca. Mitte der 1950er Jahre zurück genommen wurde.

 

Bild 1.1, rechts der Hersteller und das Modell                                                                                                  Bild 1.2, links die Kaliberangabe

Bild 1.3, Laufblock gekippt                                                                                                                                    Bild 1.4, Laufblock gekippt

 

 

Bild 1.5, Laufinnere von vorne                                                                                                                              Bild 1.6, Laufinnere von hinten