Die Patrone 8 mm Lacrimae

Ursprünglich wurde diese Patrone zum Patent (1932) als Starkwandpatrone angemeldet, bei der es sich um eine scharfe Patrone handeln sollte. Davon ging man aber ab, da das Patentamt dies nicht anerkannte. Darauf gab es Änderungen seitens des Erfinders,  August Schüler aus Suhl, und die Pistole nebst Munition wurden zur 

Schreckschusswaffe, bzw. –munition geändert.

 

Die Pistole wurde sodann als ASS, Modell 33 bekannt.

 

Zu dieser Zeit wurden die doch eigenwilligen Patronen noch aus Messing gefertigt, einen Bodenstempel sucht man vergebens.

 

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, haben diese Patronen ein untypisches Aussehen. Es fehlt eine Auszieherrille oder Rand. Dies benötigt diese Patrone aber auch nicht, da sie einem anderen Funktionsprinzip unterliegt, welches doch gut durchdacht dazu führt, dass die abgeschossene Hülse gut ausgeworfen wird. Diese Munition wurde in den folgenden Schreckschuss-Pistolen verwendet:

 

- August Schüler (ASS), Mod. 33

- Herbert Schmidt (HS), Mod. 4

- Walther Diefke (Wadie), Modell 1 und 2

 

Die Farben bedeuten:

- rot = Tränengas

- blau = Knallpatrone

- grün = ? Es könnte sich um eine Parfümpatrone oder auch eine Insektenpatrone handeln.

 

Bilder unten,

 

Schachtel und Patronen, vor 1945 gefertigt. Wer der Hersteller ist, erfährt man hier nicht. Weder die Schachtel noch die Patrone selbst gibt das Geheimnis preis, die Patronen haben keinen Bodenstempel.

 

Bilder unten,

 

hier kann ich zwei Schachteln präsentieren, einmal mit dem Aufdruck W. Diefke auf der Rückseite, die andere Schachtel ist ohne Aufdruck auf der Rückseite. Beide enthalten Gaspatronen und unterscheiden sich nicht weiter.