August Schüler

 

Die Firma von August Schüler, wurde 1835 von Friedrich Schüler in Suhl gegründet. Er entwickelte Jagdgewehre, auch für die Großwildjagd. Einher ging diese Entwicklung mit stärkeren Patronen, die er mit seinem Herkules-Verschluss verwirklichen konnte. Auch eine eigenwillige und interessante Konstruktion kam mit der „Reform-Pistole“ (gefertigt 1909 - 1914) auf den Markt, die wohl andere Firmen für eigene Modelle inspirierte, da doch verblüffende Ähnlichkeiten festzustellen sind. Siehe EM-GE, Modell IIa.

 

Ich habe zwei Pistolen, die eine werde ich als 1. Generation, Typ 2, ausführlich beschreiben. Die Andere, die ich als 2. Generation, Typ 1, bezeichnen möchte, wird folgen.

 

zu den Modellen:

Modell 33/6, 1. Generation, Typ 2, 8 mm Lacrimae

Modell 33/5,  2. Generation, Typ 1, 8 mm Lacrimae

 

 

Ich war Erster!

 

Kann doch Richard Schüler aus Suhl für sich behaupten, hat er doch sein Modell 33 im Jahr 1933 auf den Markt gebracht, zuerst mit einer Magazinkapazität von fünf Patronen, anschließend mit sechs Patronen, die von oben  in die Lade/Auswurf-Öffnung geladen werden.

 

Ursprünglich sollte das Patent, welches am 15.04.1932 eingereicht wurde, auf eine Pistole mit einer sogenannten Starkwandpatrone mit Geschoss lauten. Ja, die Pistole sollte ursprünglich eine „Scharfe“ sein! Das Patentamt erteilte hierfür aber kein Patent und man entschloss sich, daraus eine Schreckschuss- und Gaspistole mit entsprechender Munition mit Zentralzündung zu wandeln. So geschehen und es gab ein Patent darauf. So zu lesen im Buch ‚Im Zeichen des Waffenschmieds‘, von Ernst G. Dieter.

 

Danach kamen noch weitere Versionen auf den Markt. Diese Modelle unterscheiden sich im Aussehen, dem Material und der Anordnung der Sicherung. Ein weiteres Modell wurde wohl in der DDR patentiert.

 

Es ist derzeit auch nicht bekannt, ob eine Vorrichtung für die Aufnahme von Signalsternen existiert. Daher kann davon ausgegangen werden, dass es sich, zumindest bei der 1. Generation, um eine reine Gaspistole gehandelt hat.

 

 


Anmerkung:

 

Hier handelt es sich um eine bemerkenswerte Pistole, bei der bis heute das Funktionsprinzip doch mehrmals kopiert wurde. Der Entwickler ging hier einen völlig neuen Weg, indem er diese Pistole schuf, die kein Patronenlager im herkömmlichen Sinne hatte, und dadurch zugleich unter die Bezeichnung „Verschlusslose“ Pistole fällt. Sie besteht fast nur aus Stahlteilen und ist hervorragend verarbeitet. Ja, man könnte schon sagen , 'mit Liebe zum Detail'.