Perplex, Modell 2

Der Hersteller und das Modell

Sein Kürzel, B. P. = Bernhard Paatz, befindet sich auf beiden Griffschalen. Vertrieben wurde diese Pistole unter der Bezeichnung Perplex als Modell 2 und wurde auch mit der Bezeichnung "Betäubungspistole" erwähnt.

 

 Bild 2.11, rechte Seite, Beschusszeichen und Initialen auf der Griffschale                                              Bild 2.12, Beschriftung auf der linken Seite und Initialen auf der Griffschale

Bild 2.13, Verschluss und Ausstoßer geöffnet                                                                                                 Bild 2.14, am Gehäuse ist der runde Entriegelungsknopf zu sehen.

 

Die Beschriftung

Die Pistole weist auf der linken Gehäuseseite den Schriftzug PERPLEX und D.R.P.a. Modell 2 auf. Und auf der rechten Gehäuseseite und dem Laufblock das kaiserliche Beschusszeichen, ein 'U' unter der Krone, darüber befindet sich eine weitere Krone. Auf der Griffunterseite befindet sich die Seriennummer RP 36/79, was augenscheinlich nachträglich angebracht wurde. Es befindet sich die Zahl 40 auf der linken Griffrahmenseite und auf der linken Seite am unteren Verschlussstück des Laufblockes.

 

Die Griffschalen

Die Griffschalen bestehen aus Hartgummi und sind mit einer durchgehenden Schraube und einer Rändelmutter verbunden, die in die rechte Griffschale eingelassen ist.

 

Der Laufblock

Die Läufe sind glatt, das bedeutet, dass sie keine Felder und Züge haben. Es sind auch keine Sperren vorhanden, was auf eine frühe Version hindeutet, da die Sperren in etwa ab 1930 verbaut wurden, was mit der Änderung des Waffengesetzes einherging. Jedoch wäre es hier doch recht schwierig, da die Patrone doch recht lang ist und die Sperre daher im Mündungsbereich sein müsste.

 

Bild 2.15, Blick zu den Nummerierungen                                                                                                          Bild 2.16, Ausschnitt aus dem Stukenbrok 1931

 

Die Sicherung

Eine Sicherung ist nicht vorhanden.

 

Der Verschluss

Die Pistole weist einen Kasten-Verschluss auf, der durch einfaches drücken des Löseknopfes auf der linken Seite den Laufblock entriegelt. Unter Federdruck wird nun der Laufblock nach oben gedrückt. Zugleich wird der Ausstoßer über eine Steuerkurve betätigt und stößt die Patronen mit Druck aus.

 

Das Einlegen der Patronen

Wenn die Patrone eingelegt ist, dann ist die Patrone ca. 5 mm hinter der Mündung zu sehen. Daher ist das Einlegen eine einfache Sache, problematischer wäre es, wenn die Patrone kürzer wäre, da dann der Rand unter den Ausstoßer geraten könnte.

 

Das Verschließen

Hierzu wird der Laufblock entsprechend wieder geschlossen, dabei rastet er automatisch ein.

 

Das Schießen

Nachdem eine Patrone eingelegt ist und die Pistole verschlossen wurde, kann man nun ohne Probleme den umgeklappten Abzug ziehen. Da die Pistole zweischüssig ist, entsprechend zweimal. Durch die innere Mechanik werden die Schlagbolzen im Wechsel abgeschlagen.

 

Das Entladen / Auswerfen

Die Pistole wird geöffnet und die Patronen sollten ohne weiteres ausgestoßen werden. Bei abgeschossenen Patronen ist es öfters der Fall, dass es Hülsenklemmer geben kann. Hier aber kann man die Patrone von hinten entsprechend gut erreichen und herausziehen. Ansonsten, sollte es doch mal stärker klemmen, könnten die Hülsen leicht mit einem passenden Werkzeug ausgestoßen werden.

 

Die Munition

Zur Verwendung der Munition im Kaliber .410 / 12 mm Zentralfeuer Rand, kommen verschiedene Patronen in Frage:

-       Reizstoffpatronen mit Tabakstaub

-       Reizstoffpatronen mit Chilipulver

 

Das Zubehör

Leider ist keins vorhanden.